Was zwischen Einzug und Ablage passiert
Jeder Schritt läuft auch einzeln und schreibt mit, was er getan hat.
Scannen
Der Scanner liefert unveränderte Rohbilder. Seine eigenen Funktionen zum Verwerfen, Entzerren und Drehen bleiben abgeschaltet.
Aufbereiten
Leerseiten aussortieren, Ausrichtung erkennen, Ränder beschneiden, Text erkennen. Jeder Schritt lässt sich wiederholen und zurücknehmen.
Trennen
Wo endet ein Schreiben, wo beginnt das nächste? Acht Signale werden gewichtet zusammengeführt, ohne dass Trennblätter dazwischen müssen.
Verstehen
Erst feste Regeln mit Prüfziffern, dann ein Sprachmodell auf dem eigenen Rechner. Widersprüche zwischen beiden werden vermerkt statt überschrieben.
Ablegen
Ein durchsuchbares PDF, daneben ein lesbarer Beileger. Ordner und Dateiname folgen einem frei einstellbaren Muster.
Abzweig Quarantäne
Was als leer erkannt wurde, wird nicht gelöscht, sondern zurückgelegt, mit dem gemessenen Wert daneben.
Abzweig Prüfstapel
Unsichere Dokumente warten auf eine Freigabe. Die Konfidenz bestimmt die Reihenfolge der Vorlage, nicht ob vorgelegt wird.
Im Zweifel behalten. Nichts wird verworfen. Der Preis: gelegentlich eine überzählige Leerseite und ein längerer Prüfstapel.
Wie das Programm liest
Zuerst rechnen, dann deuten.
Erst feste Regeln
IBAN nach ISO 7064, Steuer-Identifikationsnummer nach Modulo 11,10, USt-IdNr., Datumsformate, Beträge, zwölf Arten von Referenznummern, Anschrift, Kontaktwege.
Gerechnet, nicht geraten: Jeder Fund muss seine Prüfziffer erfüllen. Aus einem
DEO2 wird nur dann DE02, wenn die Summe danach stimmt.
Dann das Sprachmodell
Es läuft auf dem eigenen Rechner und bekommt die geprüften Funde vorangestellt. Seine Antwort wird dagegen geprüft; Widersprüche werden vermerkt.
Trennen ohne Trennblätter
Acht Signale: Seitenangabe, Referenznummer, Absenderwechsel, Briefkopf, Anrede, Formatwechsel, Datumswechsel, kurze Schlussseite. Dazu die Probe, ob ein Dokument so viele Seiten hat, wie es angibt.
Leere Seiten ohne Verluste
Dunkle Pixel zu zählen scheitert an Schatten, Lochung und Durchschein. Aktenlage zieht von der Rückseite ab, was die Vorderseite erklärt. Was übrig bleibt, ist eigener Inhalt.
Das Archiv bleibt ohne das Programm lesbar
Kein eigenes Dateiformat, keine Bindung an den Hersteller.
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Das Dateisystem ist die Wahrheit
Neben jeder PDF liegt eine lesbare Textdatei mit allen Angaben. Die Datenbank ist nur ein Index und daraus neu aufzubauen.
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Umzug ohne Werkzeug
Ordner kopieren, Index neu aufbauen, fertig. Wer aufhört, behält durchsuchbare PDFs mit Klartext daneben.
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Nichts wird gelöscht
Leerseiten gehen in die Quarantäne und lassen sich zurückholen. Dubletten werden gemeldet, nicht verworfen.
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Freigabe nur durch den Nutzer
Kein Dokument gilt automatisch als geprüft. Jede Datei trägt ihre Prüfsumme.
Was den Rechner verlässt
Die Dokumente nie. Sonst eine regelmäßige Verbindung und ein einmaliger Download auf Knopfdruck.
| Vorgang | Was übertragen wird |
|---|---|
| Scannen, Erkennen, Verstehen, Ablegen | nichts |
| Sprachmodell spricht mit einem Dienst auf demselben Rechner (127.0.0.1) |
nichts, solange die voreingestellte Adresse steht. Sie ist änderbar; wer dort einen fremden Rechner einträgt, schickt den Dokumenttext dorthin. |
| Lizenzprüfung | nichts |
| Suche im Archiv | nichts |
| Nachsehen, ob es eine neuere Fassung gibt höchstens einmal wöchentlich, abschaltbar |
die Anfrage nach einer öffentlichen Datei auf timobritz.de. Keine Kennung, keine Lizenznummer, keine Zählung. Heruntergeladen wird nichts. |
| Sprachmodell einmalig laden nur auf Knopfdruck, rund 5 GB |
der Abruf des Modells über den mitgelieferten Ollama-Dienst aus dem öffentlichen Modellverzeichnis von Ollama. Der Anbieter sieht IP-Adresse und Modellname; keine Dokumente, keine Lizenzdaten. |
Die Fassungsdatei ist signiert. Besteht sie die Prüfung nicht, zeigt das Programm weder Meldung noch Link. Ein gefälschter Update-Hinweis geht damit nicht.
Für Kanzleien und Praxen: Da keine Daten an Dritte gehen, braucht es keinen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
Gemessen, nicht geschätzt
Aus einem echten Durchlauf auf einem gewöhnlichen Arbeitsplatzrechner. Die Werte hängen von Vorlage und Hardware ab und sind nicht zugesichert.
Geprüft wird vor allem dort, wo ein Archiv still Schaden nimmt: Leerseiten, Windows-Dateinamen, Absenderzuordnung, Wiederaufbau des Index, einzelne gekippte Bits.
Stand der Entwicklung
Elf Fassungen seit dem 1. September 2026. Alle 1.x sind im Preis enthalten.
- 1.0 bis 1.2
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Die Kette läuft durch
Scannen, Aufbereiten, Trennen, Verstehen, Ablegen, Suchen. Alle Einstellungen im Programm, Statistik, Sicherung, Dublettenerkennung.
- 1.3 und 1.4
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Suchen und Pflegen
Suche mit Vorschau und Filtern. Nachbewertung des Gesamtbestands: Wird die Erkennung besser, läuft das Archiv erneut durch.
- 1.4.2 bis 1.4.4
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Was der Gebrauch gezeigt hat
Sicherungen ließen sich nicht einlesen, aus der Quarantäne kam nichts zurück, Dokumentdaten konnten in der Zukunft liegen. Alles behoben.
- 1.5.0
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Kein zweiter Installationsschritt
Der Dienst für das Sprachmodell liegt jetzt bei. Und ohne Modell landete bisher jedes Dokument in „Sonstiges“.
- Als Nächstes
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Zusammenfassen und Trennen von Hand
Die größte bekannte Lücke.