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Piepsende Geräte in der Wohnung orten

Ein Rauchmelder mit leerer Batterie oder ein Ladegerät piept, aber die Quelle ist schwer zu finden. BeepHunt merkt sich genau dieses Signal und zeigt beim Umhergehen, ob es wärmer oder kälter wird.

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BeepHunt beim Suchen: Stärke auf einer Skala bis 100, der Trend „wärmer“, die Zeit bis zum nächsten Piep und die wahrscheinliche Richtung.
Die App

Funktionen im Überblick

Die Liste der gehörten Geräusche: wiederkehrende Töne mit Dauer, Takt, Frequenz und Sternen dafür, wie gleichmäßig sie wiederkehren.
Kandidaten. Sortiert nach gleichmäßigem Takt, nicht nach Lautstärke.
Der Finder: Stärke bis 100, der Trend „wärmer“, der Bestwert und die Vorhersage des nächsten Pieps.
Finder. Stärke von 0 bis 100 mit Trend, Bestwert und „nächster Piep in … s“.
Der Radar-Sweep, als experimentell gekennzeichnet: ein Kreisdiagramm nach einer Drehung auf der Stelle mit dem wahrscheinlichen Bereich und seiner Konfidenz.
Radar-Sweep. Eine Drehung auf der Stelle ergibt eine grobe Richtung. Die Funktion ist experimentell.
  • Zweites Telefon. Optional für die Richtung koppelbar.
  • Mitdrehende Anzeige. Dreht sich mit, wenn das Telefon flach gehalten wird; abschaltbar.
  • Filter für hohe und tiefe Töne. Ab Fassung 1.0.2: alle Töne, hohes Piepen oder tiefes Brummen.
  • Hilfe in der App. Einführung, Fragen und Antworten, Rückmeldung per E-Mail.
  • Sprachen und System. Deutsch und Englisch, ab Android 9, rund 2,5 MB.
  • Offline. Keine Aufnahmen gespeichert, nichts hochgeladen, kein Konto, keine Werbung. Das Mikrofon läuft nur während einer Suche.
Ausgangslage

Warum das Ohr nicht reicht

Ein Piepen ist zu kurz, um ihm mit dem Gehör zu folgen. Im Raum reflektiert, klingt es überall ähnlich.

Ein Schallpegelmesser misst alles zugleich, ein Spektrum-Analysator überlässt die Arbeit dem Betrachter.

Alles addiert sich

Das Mikrofon hört alle Quellen zugleich. Eine davon muss erst herausgetrennt werden.

Lauter heißt nicht näher

Im Zimmer entscheiden bei hohen Tönen zwei Zentimeter über laut oder leise.

Ein Telefon hat ein Ohr

Richtungshören braucht zwei echte Kanäle. Viele Geräte liefern nur einen.

Der Ablauf

Eine Suche in vier Schritten

Eine Frage, eine Schaltfläche, der Rest läuft im Hintergrund. Für die Suche reicht ein Mikrofon.

01

Zuhören

Die App hält die letzten 15 Sekunden bereit, denn das Piepen ist beim Tippen meist schon vorbei.

02

Auswählen

Eine kurze Liste der gehörten Töne, etwa „88 ms, alle 3,00 s, 3,10 kHz, siebenmal gehört“.

03

Verfolgen

Nur noch dieses Geräusch zählt. Die App meldet wärmer oder kälter und merkt sich den besten Punkt.

04

Richtung, wenn möglich

Je nach Gerät: grobe Richtung per Drehung, Peilung mit zwei Mikrofonen, Ortung mit einem zweiten Telefon.

Physikalische Grundlagen

Vom Mikrofonsignal zur Richtungsanzeige

Was sich aus einem Mikrofonsignal bestimmen lässt und was nicht.

Zeit- und Frequenzauflösung

Ein längerer Signalabschnitt macht die Frequenz genauer und den Zeitpunkt ungenauer. Diese Grenze lässt sich nicht umgehen.

Δf = fs / N Bei 48 kHz Abtastrate und 2048 Werten sind das 23,4 Hz.

BeepHunt rechnet deshalb parallel mit drei Auflösungen: schnell für den Beginn eines Tons, mittel für die Erkennung, fein für die Frequenz.

Wann ein Ton zählt

Ein fester Schwellwert passt nie überall. BeepHunt bewertet jeden Pegel im Verhältnis zu den Nachbarfrequenzen, mit einem Verfahren aus der Radartechnik (CFAR).

Schätzung des Untergrunds aus den Nachbarfrequenzen
Prüfling REFERENZ REFERENZ SCHUTZ SCHUTZ Pegel Frequenz → rosa Untergrund fällt zu hohen Frequenzen hin ab

Der Schutzabstand verhindert, dass der Ton seinen eigenen Untergrund anhebt.

P(Überschreitung um T dB) = exp(−10T/10) Bei 12 dB etwa ein Fehlalarm alle zwei Stunden, bei 9 dB mehrere pro Sekunde.
Wiedererkennen ohne Lautstärke

Beim Herangehen an die Quelle ändert sich der Pegel um rund 20 dB. Das Erkennungsmerkmal darf deshalb nicht von der Lautstärke abhängen.

10·log(a·x) = 10·log(a) + 10·log(x) Der erste Summand steht für die Entfernung. Zieht man den Mittelwert ab, fällt er weg, die Form bleibt.

Am stärksten zählt die Frequenz, denn sie ändert sich weder mit dem Abstand noch mit der Richtung.

Takt trotz Lücken

Geht ein Piepen im Lärm unter, werden die Abstände zu 2,0 · 2,0 · 4,0 · 2,0. Der Takt gälte dann als unregelmäßig, und der Countdown fiele aus.

Deshalb werden solche Abstände gefaltet: Aus 4,0 werden zwei Schläge von 2,0.

Kein Abstand aus dem Pegel

Im Zimmer überlagern sich direkter Schall und Reflexionen zu einem festen Muster aus laut und leise.

λ/2 = c / (2f) ≈ 343 / (2 · 8000) ≈ 2,1 cm Bei 8 kHz liegen laut und leise gut zwei Zentimeter auseinander.

Die App meldet deshalb nur wärmer oder kälter und merkt sich den besten Wert. So fällt auf, wenn man an der Quelle vorbeigegangen ist.

Richtung aus der Laufzeit

Zwei Mikrofone hören dieselbe Schallwelle nacheinander. Aus dem Zeitunterschied folgt der Winkel.

θ = arcsin( c·τ / d ) c ist die Schallgeschwindigkeit, τ der Laufzeitunterschied, d der Mikrofonabstand.
Ebene Welle auf zwei Mikrofone
A B d c·τ θ Wellenfront

Bei einem Telefon ist das nur bis etwa 1,3 kHz eindeutig, fast jedes Piepen liegt darüber. BeepHunt nutzt deshalb zusätzlich die Einhüllende der Korrelation, um den richtigen Gipfel zu finden.

Vorn und hinten lassen sich mit zwei Mikrofonen nicht unterscheiden; die App nennt beide Möglichkeiten. Weil die Schallgeschwindigkeit von der Temperatur abhängt, gibt es dafür eine eigene Einstellung.

Ortung mit zwei Telefonen

Die Uhren zweier Telefone laufen auseinander, nach zwei Minuten schon um gut einen Meter Schallweg. Das wird zuerst gemessen.

Dafür spielt jedes Telefon einen kurzen Wischton, und beide nehmen beide Töne auf. Schall ist genauer als WLAN.

Versatz = (D₁ − D₂) / 2 Laufzeit = (D₁ + D₂) / 2 Uhrenversatz und Abstand der Geräte kommen aus derselben Messung.

Zwei Geräte legen die Quelle auf eine Kurve fest, erst ein drittes Mikrofon auf einen Bereich. Die App zeichnet genau das.

Zwei Geräte ergeben eine Kurve, drei einen Bereich
ZWEI GERÄTE A B alle Orte mit derselben Abstandsdifferenz DREI GERÄTE Unsicherheit als Fläche

Stehen die Geräte fast in einer Linie, wird die Fläche zu einer langen Sichel. Dann sollte ein Telefon versetzt werden.

Was die App nicht behauptet
Nicht behauptetBegründung
Abstand aus der Lautstärke Stehende Wellen verfälschen den Pegel.
Vorn oder hinten aus zwei Mikrofonen Eine Zahl legt keine Richtung im Raum fest.
Ein Punkt aus zwei Geräten Zwei Geräte ergeben eine Kurve, keinen Ort.
Eine Ortung aus Geräten in einer Reihe Der Fehler wächst entlang der Linie stark an.
Eine Peilung aus einer halben Drehung Nicht erfasste Bereiche bleiben leer.
Welches Gerät da piept Die App beschreibt nur den Ton, etwa „kurzer hoher elektronischer Ton“.
Dass ein Signal harmlos ist Klingt es nach einem Warngerät, weist die App neutral darauf hin. Eine Entwarnung gibt sie nie.
Ausbaustufen

Funktionen je nach Gerät

Die unterste Stufe braucht nur ein Mikrofon und ist allein vollständig. Jede weitere kommt nur hinzu, wenn das Gerät sie wirklich kann.

1 Suchen und verfolgen erkennen, wiedererkennen, wärmer und kälter, Bestwert, Geräusche merken ein Mikrofon
2 Radar-Sweep Drehung auf der Stelle, Ergebnis ist der wahrscheinliche Sektor Drehratensensor
3 Peilung aus den Gerätemikrofonen Richtung aus dem Laufzeitunterschied zwei tatsächlich getrennte Kanäle
4 Peilung über Kopfhörer dasselbe mit Stereo-Mikrofonen am Ohr LE-Audio mit Stereoeingang
5 Richtung mit zwei Telefonen Kurve statt Punkt, dazu ein Richtungsband zweites Android-Gerät im Netz
6 Ortung in der Fläche Schnittpunkt mit Unsicherheitsellipse drei verteilte Mikrofonorte
7 Dritter Ort durch Versetzen Rechenweg vorhanden, geführte Bedienung noch nicht umgesetzt zwei Telefone, eines wird versetzt

Keine Stufe verschlechtert eine tiefere. Bricht etwa die Verbindung zum zweiten Telefon ab, läuft die Suche einfach weiter.

Manche Geräte liefern zwei Kanäle aus einem einzigen Mikrofon. Die App erkennt das und peilt dann nicht.

Aufbau

Aufbau der Software

Kotlin und Compose. Die Signalverarbeitung ist ein eigener Baustein ohne fremde Bibliotheken.

BausteinInhalt
Rechenkern Signalverarbeitung, Erkennung und Geometrie, ohne Android-Bezug und deshalb schnell testbar.
Aufnahme Mikrofon, Ringspeicher, Prüfung der Gerätefähigkeiten.
Plattform Sensoren und die Verbindung zum zweiten Telefon im eigenen Netz, ohne Fremddienst.
Ablauf Die Suche übersteht auch ein Drehen des Geräts.

Die Aufnahme blockiert nie. Kommt die Auswertung nicht hinterher, überspringt sie lieber ein Ereignis, als verfälschten Ton zu lesen.

Künstliche Prüfsignale

Automatische Tests prüfen gegen erzeugte Signale mit Störungen wie Sprache und Musik. Bei reinem Rauschen bleibt die Erkennung stumm.

Der Prüfton kommt aus der App

Die Diagnoseansicht sendet denselben Referenzton wie die Tests.

Ab Android 9

Erst ab dieser Fassung meldet Android, wo die Mikrofone sitzen. Ohne das gibt es keinen Winkel.

Mikrofon

Umgang mit dem Mikrofon

Der Ton wird nur auf dem Gerät ausgewertet.

  • Das Mikrofon läuft nur während einer selbst gestarteten Suche.
  • Der Ton bleibt im Arbeitsspeicher und wird am Ende verworfen, nie gespeichert.
  • Gespeichert werden nur Merkmale wie Frequenz, Dauer und Takt.
  • Nichts wird hochgeladen. Kein Konto, keine Analyse, keine Werbung.
  • Mit zwei Telefonen gehen kurze Ausschnitte von etwa 0,25 Sekunden über das lokale Netz, nie über einen fremden Server.
  • Kein Zugriff auf Kamera, Kontakte oder Standort.
Stand

Aktueller Stand

Seit 2. Oktober 2026 im Play Store.

Erledigt

Rechenkern und Richtungsbestimmung

Erkennung, Wiedererkennung, Takt, Verfolgung, Radar-Sweep und zweites Telefon.

Erledigt

Oberfläche

Liste, Finder, Radar, Einführung und Hilfe, auf Deutsch und Englisch.

Erledigt

Geschlossener Test

Test auf fremden Geräten; alle Vorschläge sind umgesetzt.

Erledigt

Prüfung bei Google Play

Version 1.0.1 ist freigegeben.

Seit 2. Oktober 2026

Im Play Store

Für 2,99 € in 172 Ländern.

In Prüfung

Version 1.0.3

Klarere Texte in der ganzen App, und die Anzeige dreht sich mit, wenn man das Handy von sich weg hält.

Kontakt

Das Formular steht für Fragen zur Bauweise, zu den technischen Entscheidungen oder zur Übertragbarkeit auf einen anderen Anwendungsfall zur Verfügung.

Rechenaufgabe Rechenaufgabe als Bild

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