Shopware 6 · Theme · Datenumzug

Den Laden meines Vaters
neu gebaut.

Muskelkater Sport in Köln-Zollstock verkauft Fahrräder, Ski und Tennisschläger – und das seit Jahren auch online. Der Shop lief technisch sauber, sah aber aus wie ein Baukasten von der Stange. Ich habe die Oberfläche komplett neu gebaut: eigenes Theme, neue Navigation, neue Startseite, ein Verleih-Rechner und ein Dunkelmodus. Seit August läuft das im echten Shop. Danach kam der zweite Teil – den Warenbestand des Vorgängershops herüberholen. Zieh den Regler und sieh selbst.

Abgeschlossen · seit 2. August 2026 live
VORHER NACHHER

Vorher und Nachher, zum Selberziehen

Vier Seiten aus demselben Shop: links der Stand, der bis zum Umschalten online war, rechts der, der jetzt dort steht. Zieh den Regler, tippe irgendwo ins Bild oder nimm die Pfeiltasten.

Startseite nach dem Umbau: ruhige Willkommensfläche mit Text links und einer Angebotskarte rechts. Startseite vor dem Umbau: bunter Werbebanner über die volle Breite und ein dichtes Produktraster.

Startseite. Der Werbebanner über die volle Breite weicht einer Willkommensfläche, die in einem Satz sagt, worum es geht: online kaufen, im Laden beraten werden. Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer stehen jetzt oben statt ganz unten. Darunter folgen Angebote, Sortiment, Werkstatt und Verleih in einer festen Reihenfolge – statt einer langen Kette gleich aussehender Produktzeilen.

Links: 1. August 2026, der letzte Tag des alten Shops. Rechts: 2. August 2026, aufgenommen am Tag des Umschaltens direkt von der Live-Seite. Beide im selben Browser und in derselben Fensterbreite, damit der Vergleich trägt.

Die linke Seite gibt es im Netz nicht mehr. Sie liegt nur noch als Sicherung bei mir – und genau deshalb steht sie hier.

Der Dunkelmodus, ein zweites Farbsystem

Der bequeme Weg wäre gewesen, alle Helligkeiten umzudrehen: ein Filter über die Seite, fertig. Das Ergebnis kennt man – graue Fotos, ausgewaschene Farben und Text, der auf halbem Weg zwischen Vorder- und Hintergrund hängen bleibt. Stattdessen hat jede Fläche, jede Linie und jede Textfarbe einen eigenen Dunkelwert bekommen. Zieh den Regler.

Startseite im Dunkelmodus: tiefgrüner Grund, hellere Markenfarbe, Produktbilder weiterhin auf heller Fläche. Dieselbe Startseite in der hellen Ansicht.

Startseite. Der Grund wird nicht schwarz, sondern sehr dunkel grün – dieselbe Familie wie die Marke, nur ganz unten in der Skala. Das Markengrün geht dafür den umgekehrten Weg und wird heller, sonst verschwände es im Hintergrund.

Neu gesetzt, nicht gedreht

Grund, Karten, Linien, Text, Marke, Warnfarben: für jeden Wert gibt es eine eigene dunkle Entsprechung. Das ist mehr Arbeit als ein Filter – und der einzige Weg, bei dem Farben Farben bleiben.

42 Fehler, gemessen

Der erste Durchlauf ergab 42 Stellen unter dem Standard AA. Sie ließen sich auf neun Ursachen zurückführen – wer die behebt, behebt alle 42.

Fotos bleiben hell

Freigestellte Produktbilder behalten ihre helle Fläche. Ein Rad vor weißem Grund sieht auf einer dunklen Seite sonst aus wie ein vergessener Ausschnitt.

Auch die stillen Ecken

Formulare, Tabellen, Auswahlfelder, Overlays, Hinweisleisten, der leere Warenkorb: die Stellen, an die im Dunkeln zuletzt jemand denkt, und an denen es zuerst auffällt.

Die Wahl bleibt

Ein Umschalter oben rechts, mehr braucht es nicht. Die Entscheidung wird gemerkt und beim nächsten Besuch angewendet, bevor die Seite gezeichnet wird – deshalb blitzt beim Laden nichts weiß auf.

Der Schalter hat einen Namen

Ein Mondsymbol allein sagt einer Vorlesesoftware nichts. Der Umschalter trägt eine Beschriftung, die auch dann trägt, wenn niemand das Symbol sieht.

Was konkret anders ist

Kein neues Logo, keine neue Marke – die Substanz des Ladens bleibt. Was sich geändert hat, ist alles, was zwischen Besucher und Ware steht.

BaustelleVorherNachher
Erster Eindruck Werbebanner über die volle Breite, direkt danach Produkte Ein Satz, der den Laden erklärt, plus Adresse, Zeiten und Telefon
Kopfnavigation Flache Leiste, Unterkategorien erst nach mehreren Klicks Acht Hauptpunkte mit sieben Aufklappmenüs, gebaut aus dem echten Kategoriebaum
Menü am Handy Dieselben Punkte mehrfach, Service versteckt Schnellzugriff, Service zum Aufklappen, Ladeninfo am Ende
Seitenspalte in Kategorien Der komplette Kategoriebaum ab der Wurzel Nur die geöffnete Rubrik – aus der aktiven Kategorie berechnet
Kaufknopf am Handy Nicht erreichbar – erschien nur beim Überfahren mit der Maus Dauerhaft sichtbar, ohne den Preis zu verdecken
Rabattmarken Ein nacktes „%“ ohne Zahl Der echte Wert aus den Preisdaten, etwa −45 %
Preisformat „(45.01% gespart)“ „(45 % günstiger)“
Schrift 73-mal im Stylesheet genannt – und nie geladen Definierter Systemschrift-Stapel: sofort da, kein Abruf bei Dritten
Fußbereich Vier Hintergrundflächen übereinander Eine durchgehende Fläche, vier sortierte Spalten
Leerer Warenkorb Eine Zeile Text Überschrift, Erklärung und zwei Wege zurück ins Sortiment
Dunkelmodus Nicht vorhanden Vollständig, mit gemessenen Kontrasten
Verleihpreise Acht Preistabellen zum Durchsuchen Drei Fragen, ein Preis – der Rechner weiter unten

Die Tabelle hat drei Spalten – am Telefon lässt sie sich seitlich wischen.

Nachgemessen statt behauptet

Gestaltung lässt sich streiten, Kontrast nicht. Alle sichtbaren Textelemente auf Start-, Kategorie- und Produktseite wurden gegen den WCAG-Standard AA gemessen – vorher wie nachher, mit demselben Skript.

2.276gemessene Textelemente allein auf der Startseite
0Kontrastverstöße nach dem Umbau (vorher: 6)
1,04 → 18,2Kontrastverhältnis der Reiter auf der Produktseite
17Seitentypen mit genau einer Überschrift erster Ordnung
42Kontrastfehler im Dunkelmodus gefunden und behoben
0Schriftabrufe bei Google – die Schrift kommt vom Gerät

Auch ein Ergebnis: Vier der gefundenen Fehler waren gar keine Designfragen, sondern lagen schon vorher im Shop – der auf Touchgeräten unerreichbare Kaufknopf, weißer Text auf hellem Grün, der vierfach gestapelte Fußbereich und eine Suchlupe ohne Größenangabe, die auf 300 × 150 Pixel aufging. Gefunden habe ich sie, weil ich beim Messen nicht nach meinen eigenen Änderungen gesucht habe, sondern nach allem.

Und noch eins: Mein erstes Messskript hat selbst danebengelegen. Es suchte den Hintergrund im Elternbaum und traf im Fußbereich und bei Schaltflächen die falsche Fläche – gemeldet wurden 1,15:1, tatsächlich waren es 9,6:1. Wer misst, muss auch die Messung prüfen.

Was davon ich gebaut habe

Gestaltung und Programmierung sind von mir – vom ersten Entwurf bis zu den Twig-Vorlagen, die im Shop laufen. Was ich nicht angefasst habe: Sortiment, Preise, Produktbilder und Texte des Ladens.

Gestaltungssystem

Farben, Schriftgrößen, Radien, Schatten und Abstände als ein zusammenhängender Satz Werte – nicht als Sammlung von Einzelfällen. Jede Farbe ist gegen ihren Hintergrund durchgerechnet.

Eigenes Shopware-Theme

Als eigenständiges Theme-Plugin gebaut, mit Twig-Vorlagen und SCSS. Die wichtigsten Werte und Texte sind im Verwaltungsbereich einstellbar, damit später niemand Code anfassen muss.

Navigation

Aufklappmenüs für den Rechner, ein eigenes Menü fürs Handy und eine Rubrikspalte, die sich aus der aktiven Kategorie ergibt. Ohne feste Kennungen und ohne Namensliste – neue Kategorien erscheinen von allein.

Startseite

Willkommensfläche, Sortimentskacheln, Vertrauensleiste, Angebote, Werkstatt und Verleih, Standort. Aufgebaut als CMS-Inhalt, damit der Laden die Reihenfolge selbst ändern kann.

Produktkachel und Kaufbereich

Neue Kachel fürs Raster, neuer Kaufbereich auf der Produktseite, echte Rabattwerte, lesbares Preisformat, sichtbarer Kaufknopf.

Verleih-Rechner

Acht Preistabellen zu drei Fragen zusammengefasst. Reines JavaScript, ohne Bibliothek, als CMS-Baustein einsetzbar. Läuft weiter unten auf dieser Seite.

Baustein-Sammlung

Sechs fertige Blöcke – Vorteile, Service, Produkte, Verleihpreise, Fragen und Antworten, Standort –, die sich ohne Programmierkenntnisse in jede Seite einsetzen lassen. Sie richten sich nach ihrer eigenen Breite, nicht nach der des Fensters.

Dunkelmodus

Ein zweites, vollständiges Farbsystem statt umgedrehter Helligkeiten – inklusive der Stellen, an die im Dunkeln sonst niemand denkt: Formulare, Tabellen, Overlays, Hinweisleisten.

Bilder und Symbole

Symbolsatz und Illustrationen als Vektorgrafik gezeichnet: scharf auf jedem Bildschirm, wenige Kilobyte, in der Farbe des Themes.

Klickbarer Entwurf vorab

Bevor irgendetwas am Shop passiert ist, gab es den kompletten Entwurf als eine einzige HTML-Datei zum Doppelklicken – ohne Installation, ohne Internet. So konnte mein Vater vorher sehen, worauf er sich einlässt.

Artikel-Umzug aus dem Altsystem

Eigene Konsolenbefehle, die Artikel, Varianten, Bilder, Hersteller und Kategorien aus dem Datenbankabzug des Vorgängershops in Shopware anlegen – samt der Prüfseiten, die vorher zeigen, was dabei herauskäme.

Konzept Verleih-Reservierung

Technisches Konzept für Onlinereservierung mit Anzahlung: Zeitraum, Verfügbarkeit, Rüstzeit, Statusverlauf – plus ein PHP-Gerüst mit austauschbarem Anschluss an die Warenwirtschaft und Tests.

Barrierefreiheit

Kontraste gemessen, Überschriftenordnung geprüft, Schaltflächen ohne Namen benannt, Klickflächen entzerrt, Tastaturbedienung getestet.

Der Umbau in Etappen

Erst zeigen, dann bauen, dann einschalten – und jeder Schritt so, dass er sich einzeln zurücknehmen lässt. Der laufende Shop war zu keinem Zeitpunkt betroffen; gearbeitet wurde durchgehend in einer getrennten Testumgebung.

21. Juli 2026

Entwürfe zum Anfassen

Der komplette Shop als klickbarer Entwurf in einer Datei: Startseite, Navigation, Kategorie, Produktseite, Bannermotive. Zum Doppelklicken, ohne Installation – die Grundlage für alles Weitere.

  • Aufklappmenü und Handymenü mit dem echten Kategoriebaum
  • Kategorieseite mit Filtern für Rahmenhöhe, Marke, Preis, Schaltung
  • Produktseite mit Größenwahl, Verfügbarkeit und Leasingrate
27. Juli 2026

Baustein-Sammlung

Sechs einbettbare Blöcke, die der Laden selbst platzieren kann. Jeder reagiert auf seine eigene Breite – dieselbe Datei sieht in der schmalen Spalte anders aus als über die volle Seite.

29. Juli 2026

Startseite, Service-Seiten, Rechner

Die neue Startseite und acht Service-Seiten – Werkstatt, Bikeleasing, E-Bike-, Ski- und Snowboardverleih, Skiservice, Bootfitting, Tennis-Besaitung – mit den echten Preisen. Dazu der Verleih-Rechner.

31. Juli 2026

Erster Umbau in der Testumgebung

Farben, Schriften und Radien im Theme, dazu ein eigener Stilbereich, der sich mit einem Haken wieder abschalten lässt. Vorher von jedem betroffenen Bereich eine Sicherung gezogen.

  • Markengrün abgedunkelt, weil Weiß auf dem hellen Grün nur 3,66:1 ergab
  • Ecken von 2 auf 14 Pixel – der sichtbarste Einzelschritt
  • Kontrastprüfung über alle Textelemente, sechs Verstöße behoben
31. Juli 2026

Eigenes Theme statt Aufsatz

Ein Aufsatz auf das gekaufte Standard-Theme erbt dessen Einstellungen nicht – Ankündigungsleiste, Vertrauensleiste und Fußspalten wären dabei verschwunden. Also ein eigenständiges Theme, in dem Navigation, Startseite, Produktkachel und Fußbereich tatsächlich mir gehören.

1. August 2026

Feinschliff

Der Durchgang, in dem aus „sieht gut aus“ „funktioniert überall“ wird: Dunkelmodus durchgemessen, Klickflächen entzerrt, doppelte Menüpunkte entfernt, leerer Warenkorb, Rubrikspalte, Rabattmarken aus echten Preisdaten.

2. August 2026

Umgeschaltet

Der Umbau läuft auf dem echten Shop. Vor dem Umschalten wurden die Ecken noch einmal zurückgenommen – die Schaltflächen im Kopfbereich sind jetzt kantiger als im Testsystem. Der Vergleich oben zeigt seit diesem Tag links etwas, das es im Netz nicht mehr gibt.

3. August 2026

Der alte Warenbestand, vermessen

Aus dem Vorgängershop liegt noch ein vollständiger Datenbankabzug auf der Platte. Ich habe ihn gelesen und ausgezählt, statt zu schätzen: 7.410 Artikel, 17.158 Bilder, 88 Hersteller. Was davon wirklich neu wäre und was längst im Shop steht, steht weiter unten.

3. August 2026

Testlauf mit 40 Artikeln

Kein Import von 6.000 Artikeln ohne Probe. Vierzig Stück angelegt, mit 204 Größen und 172 Bildern – im echten Shop, aber mit Bestand null, damit sie in keiner Liste auftauchen, bevor jemand sie freigibt.

Läuft

Der große Umzug

Aus den 40 werden rund 1.400. Drei Fragen gehören vorher beantwortet, sonst räumt der nächste Abgleich alles wieder weg – auch dazu unten mehr.

Der Umbau selbst ist abgeschlossen. Der Shop läuft seit dem 2. August 2026 mit dem neuen Theme, und was danach noch kam – der Umzug des Artikelbestands – ist Pflege daran, kein offener Punkt am Bau.

6.019 Artikel, 1.400 Artikel, oder doch 138?

Vor dem Shopware-Shop stand ein Magento-Shop. Der läuft nicht mehr, aber sein Datenbankabzug liegt noch auf der Platte – zusammen mit 660.666 Bilddateien. Darin stecken Artikel, die im neuen Shop nie angelegt wurden. Die Frage klingt einfach: Wie viele sind das? Sie zu beantworten hat mehr Arbeit gemacht als der Import selbst.

7.410Artikel im alten Abzug
1.391davon längst im neuen Shop
≈ 1.400Artikel, die tatsächlich entstehen
3.815Größen, die daran hängen
17.158Bilder im Altbestand
88Hersteller

Warum die Zahl dreimal schrumpft

Was der Testlauf gezeigt hat

Vierzig statt sechstausend

40 Artikel mit 204 Größen, im echten Shop angelegt, Bestand überall null. Damit sind sie über ihre Adresse erreichbar, tauchen aber in keiner Kategorie und keiner Suche auf. Sobald die Warenwirtschaft eine Menge liefert, erscheinen sie von selbst.

Bilder je Farbe, nicht je Artikel

172 Bilder, alle 40 Artikel bebildert, kein Fehler. Der Kniff: Der alte Shop hängt die Galerie an den Elternartikel und an jede Größe – und erst über die Größen lässt sich sagen, welches Foto zu welcher Farbe gehört.

140 Marken, keine Dublette

Sieben der acht Marken im Testlauf gab es schon, nur eine war neu. Der Importer hat sie wiederverwendet statt „Adidas“ ein zweites Mal anzulegen – die Sorte Fehler, die man erst Monate später bemerkt.

902 Kategorien gegen 224

Eins zu eins geht nicht. Die Gerüstebenen des alten Shops („Damen“, „Sale“) fallen weg – das ist Navigation, keine Warengruppe. Was namentlich passt, wird zugeordnet; die 37 Bezeichnungen ohne Entsprechung landen auf einer Liste, statt still zu verschwinden.

Keine Sammelkategorie

Bewusst nicht angelegt. Kein Artikel bliebe ohne Zuordnung, und eine Kategorie von Hand in den Baum zu schreiben – mit Pfad, Ebene und Zählern – ist genau der Eingriff, der einen Kategoriebaum still inkonsistent macht.

Erst fragen, dann importieren

Der Katalog wird täglich vollständig von außen überschrieben. Werden Artikel nur im Shop angelegt, ohne dass die Warenwirtschaft sie kennt, verschwinden sie beim nächsten Abgleich wieder. Diese Frage steht vor dem Import, nicht danach.

Der Fehler, der mich am meisten gelehrt hat. Der Importer hat die Größengruppen aus den Namen des Altsystems benannt, statt zu prüfen, ob es sie längst gibt. Ergebnis: „Größe“ neben „Textilgröße“, „Schuhgröße EU“ neben „Euro-Größe“ – vier neue Gruppen für Werte, die schon an über 1.600 Artikeln hingen.

Beim Zusammenführen ging dann kurz die Größenauswahl im Shop verloren. Der Grund: Shopware hält an jedem Artikel eine zwischengespeicherte Kopie der Merkmalskennungen, und die zeigte nach dem Eingriff noch auf gelöschte Werte. Erst ein vollständiger Neuaufbau des Artikelindex – 6 Minuten 23 Sekunden für 16.432 Artikel – hat sie richtiggestellt. Die Lehre: Wer über die Datenschicht anlegt, bekommt den Index geschenkt. Wer bestehende Daten direkt umhängt, muss ihn selbst anstoßen.

Prüfen ist der längere Teil der Arbeit

Bei einem Laden, der von seinem Shop lebt, ist eine falsche Zahl teurer als ein hässlicher Knopf. Deshalb steht hinter fast jedem Schritt eine eigene Prüfung – meistens als kleine Seite, die zwei Datenstände nebeneinanderlegt und mich entscheiden lässt, statt selbst zu entscheiden.

PrüfungUmfangWas dabei herauskam
Dublettenprüfung 775 Verdachtsfälle, je Zeile beide Fotos nebeneinander Zu entscheiden blieben 138 – der Rest waren Größen desselben Artikels
Preisabgleich 989 Artikel gegen die Herstellerliste 153 Abweichungen, davon 9 Ausreißer mit auffälligem Faktor
Preise je Größe alle Varianten einzeln Eigene Prüfseite, weil ein Artikel je Größe unterschiedlich kosten kann
Kategorien 902 alte gegen 224 neue 37 ohne Entsprechung – als Liste zum Nachtragen, nicht stillschweigend verworfen
Farben aus Artikelnamen Namen ohne eigenes Farbfeld 11 Vorschläge mit Sicherheitsangabe, jeder einzeln zu bestätigen
Bildabgleich 4.000 Bildverweise stichprobenartig 4.000 Dateien vorhanden – Trefferquote 100 %
Kontraste 2.276 Textelemente allein auf der Startseite Sechs Verstöße, alle schon vor dem Umbau vorhanden, alle behoben
Dunkelmodus alle Flächen und Texte gemessen 42 Fehler, zurückgeführt auf neun Ursachen
Datenschutz Seite als Erstbesucher geladen, Verbindungen mitgeschnitten Keine Verbindung nach außen vor der Einwilligung – so gehört es sich

Die Tabelle hat drei Spalten – am Telefon lässt sie sich seitlich wischen.

Zweimal hat die Prüfung selbst danebengelegen – und beide Male war das der eigentliche Fund.

Mein erstes Kontrastskript suchte den Hintergrund im Elternbaum und traf im Fußbereich die falsche Fläche: gemeldet wurden 1,15:1, tatsächlich waren es 9,6:1.

Und beim E-Mail-Versand hatte ich zwei Fehler in der Namensauskunft als Ursache dafür genannt, dass Post nicht ankommt. Falsch. Mein Testbefehl hatte ohne Absenderangabe eine reservierte Beispieldomain eingesetzt, deren Post jeder Empfänger verwirft. Mit dem echten Absender kam alles an. Beide Befunde bleiben bestehen und kosten Zustellbarkeit. Sie sind im Bericht als wichtig, aber nicht dringend eingestuft.

Der Verleih-Rechner, hier lauffähig

Ski, Snowboard und E-Bike haben zusammen acht Preistabellen mit über siebzig Zeilen. Wer nur wissen will, was eine Woche Ski für ein Kind kostet, will die nicht lesen. Also drei Fragen statt acht Tabellen – derselbe Baustein wie im Shop, nur hier ohne Bestellstrecke.

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Preisstand Juli 2026 · verbindlich sind die Preise im Shop

Alle Preise im Überblick anzeigen

Keine Datumsfelder. Gesucht wird der Preis, nicht ein Kalendertag. Der Zeitraum geht in den Preis ohnehin nur als Stufenwert ein – 4 bis 7 oder 8 bis 14 Tage. Zwei Kacheln statt zweier Kalender sparen im Schnitt drei Eingaben.

Unter der Haube

Der Shop läuft auf Shopware 6. Die Oberfläche kommt aus Twig-Vorlagen und SCSS, die Inhalte aus dem CMS des Systems. Was hier steht, ist der Aufbau – Zugangsdaten, Serverpfade und Kundendaten gehören nicht auf eine Projektseite und stehen hier auch nicht.

Eigenständiges Theme

Kein Aufsatz auf das gekaufte Theme, sondern ein eigenes Theme-Plugin. Grund: Ein Aufsatz erbt dessen rund 1.400 Einstellungsfelder nicht – 26 bleiben übrig, und mit ihnen verschwinden halbe Seitenbereiche.

Twig statt Kopien

Überschrieben wird nur, was sich ändern soll; der Rest kommt weiter aus dem Basis-Theme. Das hält Aktualisierungen des Shopsystems einspielbar, statt sie zu blockieren.

Navigation aus dem Baum

Eine eigene Twig-Erweiterung baut Kopf-, Handy- und Rubriknavigation aus der Kategoriestruktur. Keine fest eingetragenen Kennungen, keine gepflegte Namensliste – neue Kategorien erscheinen von selbst.

Inhalte im CMS

Startseite und Service-Seiten liegen als CMS-Inhalt, nicht im Code. Bilder, Reihenfolge und Texte kann der Laden selbst ändern, ohne dass jemand etwas veröffentlichen muss.

Einstellbar statt einbetoniert

Farben, Ankündigungstext, Vertrauenspunkte und die Texte der Willkommensfläche sind Felder im Verwaltungsbereich. Wer sie ändert, braucht kein Programm und keinen Termin.

Jeder Schritt rücknehmbar

Vor jedem Eingriff eine Sicherung des betroffenen Bereichs. Der zusätzliche Stilbereich lässt sich mit einem Haken abschalten, die Theme-Werte aus der Sicherung zurückschreiben.

Getrennte Testumgebung

Gearbeitet wurde durchgehend in einer eigenen Umgebung neben dem laufenden Shop. Nachgemessen: Der Live-Shop trug während des gesamten Umbaus unverändert seine Originalwerte.

Container-Abfragen

Die Bausteine richten sich nach ihrer eigenen Breite statt nach der des Fensters. Derselbe Block funktioniert dadurch in der schmalen Spalte genauso wie über die volle Seite.

Schrift vom Gerät

Ein definierter Systemschrift-Stapel statt einer Webschrift: sofort da, kein Abruf bei einem Dritten – und damit auch keine Diskussion über Schriften aus fremden Rechenzentren.

Fallstricke, sauber notiert

Zwei Blocknamen, die es in dieser Version nicht mehr gibt und die still nichts rendern. Ein SCSS-Übersetzer, der an einer Kurzschreibweise abbricht. Beides steht dokumentiert im Projekt, damit es niemanden ein zweites Mal kostet.

Zur Einordnung

Ein kurzer Absatz, damit klar ist, was hier wem gehört.

Und danach: Verleih online reservieren

Ein eigenständiges Folgeprojekt mit eigenem Umfang. Konzept und Gerüst stehen; über einen Teil der offenen Fragen entscheidet der Betrieb.

Was es können soll

Ski, Skischuhe und Snowboards online für einen Zeitraum reservieren. Verbindlich wird die Reservierung mit einer Anzahlung, weil der Laden dafür Material zurückhält.

Was schon steht

Das technische Konzept samt Datenmodell und Statusverlauf, dazu ein lauffähiges Gerüst: Verfügbarkeit über Zeitraum-Überschneidung, Rüstzeit nach der Rückgabe, Anzahlungsrechnung, Tests.

Der austauschbare Teil

Woher der Bestand kommt, ist bewusst offen gehalten. Ob dahinter die Warenwirtschaft steckt, ein nächtlicher Export oder anfangs eine Liste – die übrige Logik merkt davon nichts.

Was vorher geklärt gehört

Ist die Anzahlung bei Storno erstattbar, und ab wann nicht mehr? Wie wird sie steuerlich behandelt? Greift das Widerrufsrecht bei einer Miete mit festem Termin? Das sind keine Programmierfragen – da gehört ein Steuerberater und ein Blick vom Anwalt drauf.

Warum es in Schritten kommt. Schon ein Anfrageformular ohne Zahlung wäre vor der Wintersaison ein Gewinn und trägt kein Technikrisiko. Alles auf einmal live zu nehmen – kurz vor Weihnachten, der Stoßzeit des Ladens – wäre der falsche Zeitpunkt für den ersten Härtetest.

Fragen zu diesem Projekt?

Wie etwas gebaut ist, warum es so gebaut ist, ob es sich auf einen anderen Fall übertragen lässt – schreib einfach. Die Nachricht geht als E-Mail an mich, sonst passiert damit nichts.

Rechenaufgabe Rechenaufgabe als Bild

Kein Google-Captcha, keine Weitergabe an Dritte, keine Cookies. Die Rechenaufgabe wird von diesem Server gezeichnet und geprüft. Wenn sie nicht lesbar ist oder das Formular klemmt: info@timobritz.de geht genauso.