Bedienung, Einrichtung und Wartung deiner Cocktailmaschine.
Zum Aufspielen der Firmware brauchst du Rust mit der ESP-Toolchain (espup install) sowie espflash und ldproxy. Dann:
.cargo/config.toml.example nach .cargo/config.toml kopieren und dort WIFI_SSID / WIFI_PASS ausfüllen.cargo run --release ausführen – das kompiliert, flasht über USB und öffnet den seriellen Monitor.http://cockimate/ oder dieser IP erreichbar.Standardmäßig – so wie es ein Gast sieht – zeigt der Bildschirm nur die Getränke-Auswahl, dazu oben den Verbindungs- und Maschinenzustand, ein dezentes Zahnrad ⚙️, ein Referenzier-Symbol 🏠 und den NOT-AUS.
Das Verwaltungsmenü ist bewusst versteckt. Ein Tipp auf das Zahnrad ⚙️ und die Eingabe des Passworts (Standard 1234) blenden die vier Reiter Getränke, Einrichtung, Manuell und Skripte ein. Das Zahnrad wird dann zum Schloss 🔒 – damit sperrst du das Menü wieder.
src/servo-control-migrated.html (Konstante SETUP_PASSWORD). Es ist eine Bedien-Sperre, damit Gäste nichts verstellen – kein echter Zugriffsschutz.Öffne den Reiter Einrichtung. Hier lernst du die Maschine einmalig an; alles wird auf dem ESP32 gespeichert.
Unter Einrichtung → Getränke verwalten: „➕ Neues Getränk anlegen", Name und Icon wählen, dann das Rezept als Liste „Slot × Portionen" zusammenstellen. „✔ Getränk übernehmen", zum Schluss „Getränkeliste speichern".
Auf einer frisch geflashten Maschine liegen bereits ein paar Getränke mit „Beispiel:" im Namen – nur als Vorschlag. Du kannst sie bearbeiten oder löschen.
Im Reiter Getränke auf eine Kachel tippen, das Rezept kurz bestätigen – fertig. Ein Banner zeigt den Fortschritt; „Fertig! 🥂" heißt: Glas entnehmen.
Referenzieren vom Hauptscreen: Muss die Maschine referenziert werden, erscheint oben ein Gold-Balken „Referenzfahrt nötig – hier tippen" und das 🏠-Symbol pulsiert. Ein Tipp fährt erst Z frei, dann X – das darf auch ein Gast auslösen, ohne Passwort.
Router-Modus (Standard): Die Maschine hängt sich in dein Heim-WLAN (Zugangsdaten in .cargo/config.toml).
Standalone-Modus: Kein Router nötig – die Maschine spannt ihr eigenes WLAN „Cockimate" auf (Passwort cocktail123). Umschalten unter Einrichtung → Netzwerk → „Speichern & neu starten". Danach mit dem WLAN „Cockimate" verbinden und http://192.168.71.1/ öffnen.
Für ein fest verbautes Panel eignet sich ein günstiges Android-Tablet mit einer Kiosk-Browser-App (z. B. „Fully Kiosk Browser"): als Startseite die Maschinen-Adresse eintragen, Vollbild aktivieren und „Bildschirm wach halten". Der Gäste-Modus (verstecktes Menü) sorgt dafür, dass Gäste nur Getränke wählen und den NOT-AUS nutzen können.
Der große rote NOT-AUS ist immer erreichbar (auch per ESC-Taste). Er stoppt sofort beide Motoren und die Pumpe und verwirft alle wartenden Befehle. Zum Weiterfahren danach „Fortsetzen" (Reiter Manuell) und neu referenzieren.
Weitere Schutzfunktionen: Software-Endlagen, Geschwindigkeits-Limits, Homing-Abbruch bei nicht erreichtem Endschalter, entprellter Endschalter, begrenzte Warteschlangen.
| Achse | Funktion | GPIO |
|---|---|---|
| X | Step / Dir / Enable / Endschalter | 32 / 33 / 14 / 21 |
| Z | Step / Dir / Enable / Endschalter | 25 / 26 / 27 / 22 |
| – | Pumpen-Relais (HIGH = an) | 19 |
Die Pins änderst du in src/main.rs (Abschnitt „HARDWARE-SETUP"), die Verfahrwege und Limits in src/config.rs. Fährt eine Achse falsch herum, drehst du in src/config.rs die Konstante X_DIR_INVERTED bzw. Z_DIR_INVERTED um.
SSID/Passwort in .cargo/config.toml prüfen (2,4 GHz!). Im seriellen Monitor steht die IP. Notfalls mit dem WLAN „Cockimate" verbinden.
Einrichtung öffnen, die fehlende Position bzw. Z-Höhe einlernen und speichern.
Slot auf „Pumpe" gestellt? Relais an GPIO 19? „ms pro Portion" sinnvoll eingestellt?
Der ESP32 vergisst die aktuelle Achsposition beim Ausschalten (die eingelernten Slots bleiben gespeichert). Die Ausgabe referenziert automatisch vorab; manuell hilft immer eine Referenzfahrt.