Projekt · Arduino Nano

Die Aperol-Maschine

Drei Pumpen, ein Poti, zwei Taster und ein 16×2-Display: Stärke wählen, Glasgröße wählen, Start drücken. Die Maschine zapft Sekt, Aperol und Wasser nacheinander im richtigen Verhältnis – mit Kalibrierung, Spülprogramm und einem Glücksrad für die, die sich nicht entscheiden können.

Bedienung – hier im Browser

Die Nachbildung rechnet mit denselben Rezepten, Glasgrößen und Pumpzeiten wie die echte Firmware. Nur die Zeit läuft schneller, damit du nicht warten musst.

Aperol-Maschine v1 · Arduino Nano bereit
1 · Sekt
2 · Aperol
3 · Wasser
Mischung 3/6 · 2/6 · 1/6
Gesamtmenge 200 ml
Zapfdauer – s
Drinks gezapft 0
Reihenfolge Sekt → Aperol → Wasser, nie gleichzeitig. Nach jeder Pumpe 1,2 s Nachtropf-Pause.

Die fünf Stärkestufen

Das Mischverhältnis steht in Sechsteln im Quelltext (RECIPE[5][3]). Stufe 3 ist der Standard – Stufe 5 bekommt im Display einen Totenkopf.

StufeSektAperol WasserCharakter

Aufbau

Arduino Nano, ein I2C-Display, drei Pumpen über N-Kanal-MOSFETs.

PinFunktion
A0Poti – Mittelabgriff, Enden an 5 V und GND
A4 / A5LCD 16×2 mit I2C-Backpack (PCF8574), SDA/SCL
D2Taster „Weiter/Menü" gegen GND, interner Pullup
D3Taster „Start" gegen GND, interner Pullup
D9MOSFET-Gate – Pumpe Wasser
D10MOSFET-Gate – Pumpe Sekt
D11MOSFET-Gate – Pumpe Aperol
D5Piezo-Summer (optional, ohne läuft alles stumm weiter)
Bei den Pumpen nicht schludern.

Über jede Pumpe gehört eine Freilaufdiode (z. B. 1N4007) antiparallel – sonst zerlegt die Induktionsspitze beim Abschalten den MOSFET. Dazu ein Gate-Vorwiderstand von etwa 220 Ω und ein Pulldown von rund 10 kΩ vom Gate nach GND, damit die Pumpen beim Booten sicher aus bleiben.

Was das Menü kann

Weiter-Taste 3 Sekunden halten öffnet das Hauptmenü.

01

Party-Runde

1–9 Gläser am Poti wählen, die Maschine zapft sie nacheinander. Zwischendurch Glas wechseln und Start drücken. Am Ende eine Fanfare.

02

Reinigung

Nacheinander für jede Pumpe: Flasche gegen Reinigungsflasche tauschen, Start drücken, 10 Sekunden spülen. Weiter lang bricht ab.

03

Manuell

Einzelne Pumpe von Hand laufen lassen – zum Vorfüllen der Schläuche. Die Pumpe läuft, solange Start gehalten wird.

04

Kalibrierung

Pumpe läuft exakt 10 s in einen Messbecher, gemessene Menge am Poti einstellen, speichern. Landet im EEPROM und übersteht Stromausfälle.

05

Statistik

Drink-Zähler aus dem EEPROM. Start 3 s halten setzt ihn zurück.

06

Bildschirmschoner

Nach 60 s Ruhe hüpft ein Glas übers Display. Jede Taste oder das Poti weckt die Maschine – ohne etwas auszulösen.

Zwei Dinge, die Arbeit gemacht haben

Dosierung

Warum kalibriert werden muss

Die Menge wird über die Pumpzeit gesteuert: Laufzeit = gewünschte Milliliter ÷ Flussrate. Voreingestellt sind 250 ml pro 10 s – das stimmt praktisch nie, weil Schlauchlänge, Höhe und Viskosität mitspielen. Deshalb einmal alle drei Pumpen durchs Kalibriermenü schicken, dann passen die Mengen.

Hardware-Grenze

Kein Rückwärtslauf mit einem MOSFET

Ein einzelner N-Kanal-MOSFET schaltet nur ein und aus – die Polarität an der Pumpe bleibt gleich, umdrehen lässt sie sich damit nicht. Für echtes Zurücksaugen bräuchte es je Pumpe eine H-Brücke (DRV8871 oder L298N). Als Ersatz macht die Firmware nach jedem Pumpvorgang 1,2 s Nachtropf-Pause, bevor die nächste Zutat kommt.

Nachbauen

Das Paket enthält den kommentierten Arduino-Sketch, die vollständige Anleitung mit Verkabelung und eine Kurzanleitung als PDF. Benötigt wird die Bibliothek „LiquidCrystal I2C" von Frank de Brabander.

Quellcode anfragen

Download auf Anfrage – kurz anmelden, ich schalte frei.

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